Die andere Seite der "Problemhunde"


Bellen, in die Leine springen, Zähne zeigen: so kennen die meisten Passanten sogenannte "Problemhunde" und stecken diese schnell in die Kategorie gefährliche Bestie. In deren Augen sind diese Hunde unberechenbar, die Halter unfähig und überfordert.

Um die Kommentare, welche man sich als Halter eines "Problemhundes" alles anhören muss, gut auszuhalten, braucht man ein sehr dickes Fell. Von "so ein Hund darf nicht auf die Straße" bis hin zu "der gehört eingeschläfert", bekommt man auch häufig ungefragt Ratschläge, was man mit seinem Hund tun oder lassen soll.

Ein Teufelskreis beginnt. Das Verhalten des eigenen Hundes wird einem als Halter immer unangenehmer, man fürchtet die Kommentare und verachtenden Blicke der Passanten und Nachbarn. Entsprechend sind wir durchgehend verunsichert, was sich wiederum negativ auf das Verhalten unseres Hundes auswirkt.

Doch jeder Halter eines verhaltensauffälligen Hundes kennt eine ganz andere Seite seines Lieblings:
Zuhause, in den sicheren 4 Wänden, ist der vermeintliche "Killerhund" ein braves, verschmustes Lämmchen. Mami's und Papi's Liebling eben. "Wenn die Leute doch nur mal diese Seite meines Hundes sehen könnten, würden sie ganz anders über ihn denken". Ein häufig gedachter Satz.

Was ist denn eigentlich ein Problemhund? "Problemhund" ist keine Charakterbeschreibung. Es bedeutet lediglich, dass der Hund in bestimmten Situationen Probleme bzw. teilweise auch für Hunde normales, jedoch in unserer Gesellschaft unerwünschtes Verhalten zeigt, meist aus schlechten Erfahrungen oder früheren Missverständnissen heraus.

Problemhunde werden von Unbeteiligten leider häufig missverstanden. Es wird nur das wahrgenommen, was tatsächlich sichtbar ist: ein bellender, angriffslustig aussehender Hund. Dass in Wirklichkeit häufig Ängste oder schlimme Erfahrungen hinter diesem Verhalten stecken können, sieht man ja nicht.

Hatte man erstmal jahrelang mit solchen Problemen zu kämpfen, traut man sich häufig nicht mal mehr zu einem Hundetrainer, aus Angst, der Unfähigkeit beschuldigt zu werden oder die Diagnose "untherapierbar" zu erhalten.

Scheuen Sie sich nicht! Jeder Trainer, der schon einmal einen Problemhund hatte, weiß, was das mit sich bringt. Wir kennen die andere Seite Ihres Hundes, wir wissen, dass er kein böser Hund ist, sondern schlichtweg mit manchen Situationen noch nicht besser umzugehen weiß.


Lassen Sie sich nicht von Passanten und fremden Hundehaltern einreden, dass Sie an allem Schuld wären. Ein schlimmes Erlebnis kann selbst im Hund von erfahrensten Hundehaltern Problemverhalten auslösen und hat nicht zwangsläufig etwas mit Ihnen zu tun.

Beißen Sie sich nicht an den belanglosen Aussagen von Passanten fest. Keiner kennt ihren Hund so gut wie Sie, denn keiner sieht seine andere, freundliche Seite. Seien Sie stolz auf die schönen Erlebnisse mit Ihrem Hund, auch wenn sie keiner sonst mitbekommt. Freuen Sie sich, wenn Ihr Hund Ihnen zuhause über das Gesicht leckt, sich den Bauch kraulen lässt und Ihnen die süßesten Blicke schenkt.
Ob Passanten das jemals sehen oder nur die wilde Seite Ihres Hundes kennen sollte keine Rolle spielen. Die Verbindung zwischen Ihnen und Ihrem Hund ist, was zählt! Konzentrieren Sie sich daher auf die liebevollen Momente und Sie werden merken, dass Sie und Ihr Hund plötzlich ganz anders mit problematischen Situationen umgehen. Sorgen Sie für gegebenenfalls notwendige Sicherungen (z.B. Maulkorb), aber sehen Sie jede neue problematische Begegnung als Übungsgelegenheit, statt als beängstigende Herausforderung. Holen Sie sich einen erfahrenen Trainer zur Seite und lösen Sie gemeinsam die Probleme Ihres Hundes auf, damit es bald nur noch die eine Seite an ihm gibt, die Sie so sehr schätzen und lieben.

Es ist nie zu spät, sich für ein Training zu entscheiden - rufen Sie an unter 015774222779 und vereinbaren Sie mit uns einen Termin zum Einzeltraining.
Wir wissen, dass selbst hinter einem Beißer auch ein liebevoller Hund steckt und freuen uns auf Sie und Ihren Lieblingshund!

 

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Im Rahmen dieses Blogbeitrags ein Appell an alle Kollegen:
Wenn ihr mit einem Fall nicht weiterkommt oder euch überfordert fühlt, reicht ihn weiter - nicht jeder Trainer ist für jeden Fall geeignet, das gilt auch für unsere Hundeschule. Jeder Trainer hat seine eigenen Erfahrungen, Methoden und Spezialisierungen. Wenn das Training stockt, passt es vielleicht einfach nicht. Es gibt nichts Traurigeres, als wenn ein Hund abgegeben wird, weil der Trainer überfordert ist und den Fall nicht weiterreichen möchte, aus Angst, als inkompetent abgestempelt zu werden. Fälle weiterzureichen ist kein Versagen, sondern zeugt von Verantwortung!
Gemeinsam für weniger "Bissigkeit" unter Hundetrainern - wir verfolgen alle dasselbe Ziel: Hund und Halter zu helfen! :-)

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